„RPG Maker“ – spielend leicht eigene Spiele spielen

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Zumindest eine der vielen „RPG Maker“ Versionen sollte der normale Durchschnittszocker getestet oder zumindest mal gesehen haben. Das Spiel – wohl eher ein Spiele Entwickler Simulator – ermöglicht es selbst solchen, die keine Ahnung von dem Metier haben, seine eigenen Kreationen zu erschaffen. Ich wurde von meinem näheren Bekanntenkreis oft gefragt, ob das nicht extrem schwierig und zeitaufwendig sei…
schwierig? – nein
zeitaufwendig? – ja
Aber wünschen wir uns nicht genau solche Spiele, die uns für lange Zeit in den Bann ziehen? Oder möchte hier jemand behaupten, er wolle Skyrim in möglichst wenig Stunden abschließen und dann zur Seite legen?
Das Prozedere ist leicht: Man beginnt damit, sich eine Hauptfigur aus einem großen mitgelieferten Charakter-Set auszuwählen – vielleicht noch ein oder zwei Teammitglieder dazu – und schon kann man mit der Erstellung der ersten eigenen „Map“ beginnen. Diese muss nicht zwangsläufig groß genug für euer gesamtes Spiel sein, denn um hier besser step-by-step voranzukommen kann man immer mehr „Maps“ hinzufügen – beispielsweise das innere eines Gebäudes oder einen Dungeon.
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Bäume, Tische, Wände, Böden, etc. lassen sich in sekundenschnelle an die gewünschte Stelle platzieren, dabei schränkt die einfache Handhabung die Kreativität und individuelles Map Design nicht ein, sondern lässt diesen sogar erstaunlich viel Spielraum.
Wie sieht es nun mit dem Menü aus? oder dem Startbildschirm? oder das Kampfsystem? oder…….
Erstmal tief Luft holen – das Spiel hat sich um die wesentlichsten Elemente wie die bereits aufgezählten und viele Weitere bereits gekümmert. Sollte man mit diesen unzufrieden sein, kann man die meisten Inhalte doch recht leicht verändern.
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„leicht“, „leicht“, immer dieses „leicht“ – könnte mich das Spiel unterfordern?
Zu beginn muss sich sowieso jeder der Herausforderung einer steilen Lernkurve stellen, damit man einen Überblick über all die Funktionen erhält, von denen man viele anfangs allerdings nicht unbedingt benötigt.
Sollte es für den ein oder anderen dann doch noch zu simpel werden, kann man sich an das Skript ranwagen und selbst starke Features einbauen wie z.B. ein selbst entworfenes Kampfsystem.
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Nun ist sie da: die schwere Stunde die einem Künstler wie mir bevorsteht, wenn die Muse entschwindet…
Wie am Anfang des Beitrags bereits erwähnt, kann man sich mehreren Projekten widmen ohne das vorherige überschreiben zu müssen. Erfahrungsgemäß hilft es bei einer Ideenkrise sich einem weiteren – vielleicht auch mal weniger ernst gemeinten Projekt zu widmen und sich später wieder mit dem Ursprünglichen auseinanderzusetzen. Für uns Künstler also noch kein Grund die lustigen Pillen einzuwerfen. Glück gehabt!

Jeder sollte zumindest einmal ein Spiel mit dem „RPG Maker“ entworfen haben und am besten noch seinen Freunden schicken – dies ist auch möglich, wenn diese den „RPG Maker“ nicht besitzen!
Ein Spaß, der auch ihnen nicht entgehen sollte.

Skript Erstellung für erweitertes Kampfsystem (Beitragsbild):
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http://xrxs.at-ninja.jp/

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